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Unseren Kosmos verstehen

Beyond Science

Die Neugier auf unser Universum ist ebenso unendlich wie das Universum selbst. Weltraumforscher erkunden es mit Sonden, Satelliten und Teleskopen – mit immer neuen Erkenntnissen und spektakulären Aufnahmen.

Bildhinweis: dpa Picture Alliance

Auge im All

Was wir mit bloßem Auge nicht erfassen können, „beobachtet“ das von der NASA und ESA gemeinsam entwickelte Weltraumteleskop „Hubble“ umso präziser. Seit 1990 umrundet es in einer Höhe von 500 Kilometern und mit einer Geschwindigkeit von acht Kilometern pro Sekunde die Erde in nur 97 Minuten und liefert dabei neue Erkenntnisse über Galaxien, die Ausdehnung des Universums oder etwa das Gewicht der Milchstraße. 2021 wird es nun vom James-Webb-Weltraumteleskop abgelöst. Der Nachfolger macht seine Messungen mit Infrarotstrahlen und kann dank des riesigen 25 Quadratkilometer großen Hauptspiegels bis zu zehnmal mehr Licht sammeln. Mit Instrumenten wie Infrarotkamera, Spektograf und einem Sensor an Bord ist das James-Webb-Weltraumteleskop in der Lage, noch präzisere Messungen vorzunehmen als das legendäre „Hubble“. Mit der Hilfe des in rund 1,5 Millionen Kilometer Entfernung kreisenden Teleskops wollen die Wissenschaftler unter anderem die Frühzeit des Universums erforschen.
Bildhinweis: Pressebild © ESA/AtgMedialab

Heiße Begegnungen

Was wissen wir über unsere Sonne? Sie ist weiterhin so unerforscht wie die Tiefen unserer Ozeane. Im Sommer 2020 hat aber die Raumfahrtmission „Solar Orbiter“ im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA nur wenige Monate nach ihrem Start Aufnahmen von bisher unbekannten Regionen der Sonne gemacht. Obwohl es aussieht, als sei die Raumsonde extrem nah an den Stern herangekommen, war sie immerhin noch 77 Millionen Kilometer entfernt – das ist ungefähr die Hälfte der Strecke zwischen der Sonne und der Erde. Die neuen Bilder sollen Aufschluss darüber geben, wie das Magnetfeld des Zwergsterns funktioniert und Sonnenwinde produziert werden. Forscher hoffen darauf, dass die Aufnahmen ebenfalls Vorhersagen über zukünftige Sonnenaktivitäten machen können. Für die nächsten zwei Jahre ist geplant, dass der Orbiter der Sonne noch näher kommt und sie dann aus 42 Millionen Kilometern Entfernung erkundet.
Bildhinweis: Getty Images

Ungeahnte Fähigkeiten

Erst vor Kurzem haben Forscher des Goddard Space Flight Center der NASA erfahren, welch geheime Fähigkeit ihr Satellit „ICESat-2“ besitzt: Er kann mit seinem Instrument „Atlas“ Korallenriffe 40 Meter unter der Meeresoberfläche scannen. Dabei ist der Satellit, der sich in 470 Kilometer Höhe über der Erde befindet, hauptsächlich für die Beobachtung des Klimawandels im Einsatz. Der Scan eines Korallenriffs wurde zunächst anhand von Bildern des Bikini-Atolls im Westpazifik deutlich. Der Satellit scannte nicht nur das Atoll, sondern auch das tief liegende gigantische Riffsystem. In der Ozeanforschung verzeichnet man diese Entdeckung als großen Erfolg, da die Erforschung von tiefer gelegenen Korallenriffen sehr schwierig ist. Die Forscher gehen davon aus, dass auf der Basis des Atlas-Lasers die Struktur sowie Veränderungen von Korallenriffen noch besser nachvollzogen werden können.
Bildhinweis: Pressebild ©Roscosmos/DLR/SRG/Lavochkin

Zurück in die Zukunft

„Die ersten Bilder, die unser Teleskop geliefert hat, zeigen die wahre Schönheit des verborgenen Universums“, sagte Peter Predehl vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) anlässlich der ersten Veröffentlichung der Fotos des Röntgenteleskops mit dem schönen Namen „eRosita“ Ende 2019. Es durchmustert alle sechs Monate den gesamten Himmel und sendet Daten, aus denen Himmelskarten erstellt werden, die das Universum und seine Entwicklung abbilden. Die Astronomen gehen davon aus, dass sie mit „eRosita“ rund 100.000 Galaxienhaufen sowie mehrere Millionen aktive Schwarze Löcher in den Zentren der Galaxien finden werden. Weil Licht von fernen Galaxien lange unterwegs ist, kann das Teleskop bis zu sechs Milliarden Jahre zurückblicken.