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Beyond Science

Bekannt ist: Insekten spielen in Nahrungsnetzen und Ökosystemen eine entscheidende Rolle. Bekannt ist auch, dass vor allem landlebende Insekten durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume immer weiter zurückgedrängt werden.

Bekannt ist: Insekten spielen in Nahrungsnetzen und Ökosystemen eine entscheidende Rolle. Bekannt ist auch, dass vor allem landlebende Insekten durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume immer weiter zurückgedrängt werden. Was bislang jedoch nicht bekannt war, ist, ob dies regional begrenzte Phänomene sind oder ob sich das Insektensterben weltweit abbilden lässt.

Dieser Frage ging ein internationales Forscherteam rund um Roel van Klink vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in der bislang umfassendsten Metastudie zu diesem Thema nach. Sie analysierten dafür Daten von 166 Langzeitstudien an weltweit 1.676 Orten, werteten die Insektenzahlen getrennt nach Landinsekten und Süßwasserinsekten aus und erfassten außerdem die Werte nach Ländern und Regionen getrennt. Die Kernergebnisse: Die Häufigkeit der Insekten weltweit nimmt um knapp ein Prozent pro Jahr ab.

Klingt wenig? Mitnichten. Dies bedeutet 24 Prozent weniger Insekten über 30 Jahre und sogar eine Halbierung über 75 Jahre. Am stärksten sind die Verluste dabei in Teilen Nordamerikas und in Europa, darunter vor allem auch in Deutschland. Immerhin: Im Gegensatz dazu hat die Menge der Süßwasser-Insekten um gut ein Prozent pro Jahr zugenommen.