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Trillerpfeifen und Pipettenspitzen ‒ so punktet Jasmin Matysiak in der Anlagentechnik und auf dem Fußballplatz
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Jasmin Matysiak, 26 Jahre, macht als Projektkoordinatorin in der Anlagentechnik bei der Eppendorf Polymere GmbH in Oldenburg und als Schiedsrichterassistentin auf internationalem Terrain gleich eine doppelte Karriere in zwei männergeprägten Berufsfeldern.
Jasmin, erzähl uns doch ein bisschen über deinen Weg zu Eppendorf und deine aktuelle Rolle.
Nach meinem Maschinenbau-Studium an der Fachhochschule Kiel habe ich im Januar 2022 meine Masterarbeit abgeschlossen und bin durch eine Initiativbewerbung im Projektmanagement direkt im Anschluss bei der Eppendorf Polymere GmbH eingestiegen. Als Projektkoordinatorin in der Anlagentechnik bin ich für die Beschaffung von Produktionsanlagen zuständig und Teil eines tollen 25-köpfigen Teams am Oldenburger Standort. Ich begleite als Bindeglied zwischen dem Anlagenbauer und der Produktion den gesamten Prozess von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme der Anlagen. Aktuell betreue ich ein großes Projekt zur Planung und Umsetzung einer neuen Pipettenspitzenanlage.
Du wurdest von der FIFA berufen und wartest auf deinen ersten internationalen Einsatz. Was haben deine Schiedsrichterassistenztätigkeit und dein Job gemein?
Sowohl in der Werkshalle als auch auf dem Fußballfeld bewege ich mich in einer Männerdomäne. Es ist manchmal eine Herausforderung, aber ich sehe das positiv. Als Frau muss man sich oft mehr beweisen, um akzeptiert zu werden. Aber wenn man diese Schwelle überschritten hat, ist es vielleicht sogar viel einfacher. Man muss einfach hartnäckig bleiben und den Leuten zeigen, dass man sich durchsetzen und Entscheidungen treffen kann und verantwortlich ist.
Teamarbeit ist auch in beiden Bereichen unerlässlich und bringt mir persönlich mehr als selbst im Rampenlicht zu stehen. Für Teamarbeit im Büro bzw. Teamsport auf dem Platz ist Kommunikation ein absoluter Schlüssel zum Erfolg, sie schafft Transparenz und Nachvollziehbarkeit. In beiden Rollen muss ich sowohl Fingerspitzengefühl als auch Entschlossenheit zeigen.
In welcher Liga bist du denn derzeit aktiv und wie sieht der Plan durch die Berufung jetzt aus?
Ich bin in der Frauen-Bundesliga an der Linie sowie in der Herren-Regionalliga. Das ist für mich praktisch Alltag. Durch die FIFA-Berufung kommt jetzt die internationale Komponente ins Spiel. Anfänglich bewähre ich mich dann sicherlich bei Jugendturnieren. Im weiteren Verlauf könnte es dann aber auch eine Europa- oder Weltmeisterschaft oder gar Olympia sein ‒ träumen darf man ja. Das ist alles sehr aufregend für mich und ich freue mich auf die weitere Reise.
Wie lässt sich das mit deinem Job vereinbaren?
Es ist manchmal eine Herausforderung, aber mit guter Planung und Flexibilität lässt sich beides gut vereinbaren. Ich habe tolle Vorgesetzte und wunderbare Kolleg:innen, die mich auf meinem Weg unterstützen. Das habe ich auch bei meiner Berufung zur FIFA-Schiedsrichterin gemerkt, wie viele herzliche Glückwünsche ich bekommen habe. Das hat mich wirklich berührt.
Was bedeutet die Arbeit in der Life-Science-Branche für dich?
Für mich ist die Arbeit in der Life-Science-Branche mehr als nur ein Job. Jeder Tag ist neu, es gibt keinen Standardtag. Ich habe die Freiheit, meine Aufgaben selbst zu gestalten und mich frei zu entfalten. Und letztendlich hilft unsere Arbeit den Menschen. Das ist eine sehr erfüllende Aufgabe.
Was sind deine Zukunftspläne bei Eppendorf und im Fußball?
Bei Eppendorf möchte ich meine Position so gut es geht ausfüllen, weiterhin viel lernen und mit meinen Aufgaben wachsen. Im Fußball freue ich mich auf meinen ersten internationalen Einsatz als FIFA-Schiedsrichterin. Es ist immer noch unglaublich, wenn ich daran denke, dass ich noch vor drei Jahren auf dem Dorfsportplatz in Bösdorf gestartet bin. Diese Entwicklung ist einfach unfassbar.
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